Serie

Liam, Teil 8

Zeit für ein neues Kapitel mit Liam. Schon wieder fast ein halbes Jahr her, seit wir uns das letzte mal zum fotografieren getroffen haben. Der Winter ist eigentlich vorbei, aber so richtig kommt der Frühling nicht in die Gänge. Alles noch kahl und grau. Na ja, die Bilder sind ja sowieso alle Schwarz/Weiß.
Ich hab diesmal die digitale Kamera gar nicht erst in die Hand genommen. Kam mir irgendwie falsch vor.
Liam geht es gut, ich denke das kann man auf den Bildern sehen. Wir sehen uns in letzter Zeit recht selten und wir hatten diesmal auch nicht viel Zeit zu quatschen. Beim nächsten Mal gibt’s dann wieder ein paar mehr Infos.

Liam, Teil 7

Nach langer Zeit mal wieder ein paar Bilder von Liam. Durch mein „orofed“- Projekt bin ich so eingespannt, das ich zu nicht viel anderem Zeug komme. Das wird auch wieder besser, bestimmt.
Sind alles Analog- Bilder. Die Digi- Knipse lag beleidigt in der Ecke. Geschieht ihr recht.

Liam, Teil 4

Schon das vierte Mal, dass wir uns mit Liam getroffen haben, um seinen Weg vom Mädchen zum Mann zu begleiten. Zeit für einen kleinen Rückblick. Und vielleicht Einstieg für alle, die neu auf diese kleine Serie stoßen.
Wir haben Liam, damals noch als Ai (Aileen), bei einem Auftritt von „Red Reason“ kennengelernt. Schon damals nahmen wir Ihn als Wanderer zwischen den Geschlechtern war. Kleidung wie ein Junge, Gesichtszüge und Körper eher weich und feminin. Aber auf einer Bühne verschwimmt viel und was echt und was gespielt ist oft nicht zu unterscheiden.
Wir lernten die Menschen auf dieser Bühne näher kennen und wurden Freunde und hörten so auch mehr über die Geschichte von Liam. Im Dezember 2015 begann er dann mit der Hormontherapie, die ihn auch körperlich zu dem macht, was er im Kopf schon immer war: einen Mann.
Für uns der Anlass den Weg ein wenig mit der Kamera zu begleiten, Bilder zu schaffen, die wichtig sind. Wichtig weil sie dokumentieren was war und was wird. Wichtig weil sie einen Menschen zeigen, der seinen Weg geht, auch wenn es manchmal nicht leicht ist. Wichtig, weil sie vielleicht anderen Mut machen ihr Leben zu ändern, weil sie fühlen, das ihr Leben nicht zu ihnen passt.

Zur Erinnerung hier die bisherigen Einträge:

Und jetzt also Teil 4.
Es ist Sommer, also waren wir auch draußen. Start ist trotzdem das Studio, wieder mit Film. Die Kiev ist toll.
Ich finde das Mädchen ist weg. Nichts deutet mehr darauf hin. Körperlich geht es jetzt bald mit den Operationen weiter. Der letzte große Schritt.

Liam, Teil 3

Kaum zu glauben. Es ist erst vier Monate her, dass wir mit unserer kleinen Serie angefangen haben. Er hat sich verändert. Sehr sogar. Mehr als die Bilder zeigen können. Aber schon die Bilder zeigen viel.
Da das Wetter diesmal ganz gut war haben wir beschlossen, unser Glück mal draußen zu versuchen. Was gelernt dabei: es ist definitiv von Vorteil, wenn man die Location schon vorher rausgesucht hat. Dann muss man nicht erst stundenlang durch die Gegend irren. Netten Besuch vom Wachschutz hatten wir dann auch noch. Haben uns aber nicht beirren lassen und haben weitergemacht. Leider ist mir während der Session das Objektiv meiner Mamiya kaputtgegangen. Deshalb gibt es leider nix analoges (außer vom „Russen“).

Liam wird immer mehr zum Mann. Nicht nur der Körper ändert sich, auch die Gesten und die Bewegungen. Er hat die Therapie auf Hormonspritzen umgestellt, dass beschleunigt alles noch mal.

Aber genug davon. Hier die Bilder. Vielen Dank an Liam für das Vertrauen.

Liam, Teil II

Etwas mehr als zwei Monate sind vergangen, und Liam ist wieder zu uns für ein weiteres Shooting gekommen. Nicht selbstverständlich wie wir finden, es geht schließlich nicht um eine Kleinigkeit. Es ist bewundernswert mit welcher Selbstverständlichkeit er mit der Situation umgeht. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Alle anderen, inklusive uns, scheinen sich mehr Gedanken über die Folgen dieses Schrittes zu machen als er selbst. Da ist keine Angst, keine Sorge, nur Zuversicht.
Hat er sich verändert? Wir finden ja. Aber das ist unser subjektiver Eindruck. Bildet Euch mit Hilfe der Bilder selbst eine Meinung.

Fotografisch haben wir diesmal etwas experimentiert. Sowohl digital als auch analog Doppelbelichtungen versucht, weil es irgendwie gut zum Thema passt.

Liam, Teil 1

Was wäre wenn? Wie würde ich mich fühlen, wenn ich der wäre der ich bin? Wie würde sich mein Leben ändern?

Aus Aileen wird Liam.

Die Hormonbehandlung wird die Stimme verwandeln, den Bart wachsen lassen, den Körperbau verändern. Und wird ihn zu dem machen, was er im Kopf schon immer war, ein Mann.

Wir werden versuchen die Veränderungen in den nächsten Monaten und Jahren ein wenig fotografisch zu dokumentieren. Es sollen Portraits sein, die etwas über Ihn erzählen. Über Gedanken und Gefühle. Vielleicht immer mal wieder ein paar Worte von Ihm oder Nicole und mir. Wir sind gespannt und hoffen, dass alles so wird, wie er sich das vorstellt.

Hier also die ersten paar Bilder. More to come…