Claus-Peter Malek

100 Tage orofed!

Tusch, Fanfare, Feuerwerk!!! Unglaublich, ich schaffe es tatsächlich schon seit 100 Tagen jeden Tag mindestens einen Film zu belichten. Ein bisschen bin ich stolz auf mich. 
Vielleicht noch mal für die, die es bisher noch nicht mitbekommen haben: Drüben auf http://orofed.cpmalek.de (orofed = one roll of film, every day) findet man die Ergebnisse dieses Projektes, welches grad zu einem großen Teil meine Freizeit bestimmt. Und die Freizeit von Nicole auch.
Jeden Tag eine Rolle Film. In dem Fall einen Rollfilm mit 10 Bildern. Keine Blümchen sondern Menschen. Im schlimmsten Falle Selfies. 😉
Warum das Ganze? Weil man nur durch fotografieren fotografieren lernt. Und weil es Spaß macht. Und die portraitierten sich über die Bilder freuen.  
Am 21.02.2017 habe ich angefangen, am 31.05. waren es demzufolge 100 Tage. Das muss natürlich gefeiert werden. Also haben wir zur großen „orofed“- Party geladen und gefeiert. Unten gibt’s ein paar Bilder. Die Termin für die nächsten Partys sind übrigens 08.09. (200 Tage) und 17.12. (300 Tage). Könnt ihr Euch schon mal in den Kalender schreiben. 😉 
Wer Lust hat mitzumachen, meldet Euch doch mal. Wir sind immer auf der Suche nach Teilnehmern. Kontaktmöglichkeiten gibt’s entweder hier unter Kontakt oder auf der Info- Seite http://orofed.de. Da gibt’s auch „Tourdaten“ (unsere Reisepläne für die nächste Zeit) falls ihr nicht so ganz in der Nähe wohnt. Vielleicht passt es ja irgendwie. Wir würden uns freuen.

An dieser Stelle noch mal ein ganz großes Dankeschön an alle, die sich bisher vor meine Kamera gewagt haben und an alle die das Projekt unterstützen, allen voran meine Nicole, ohne die das alles unmöglich wäre.

Und hier gibt’s paar Bilder von der Party, natürlich stilecht analog aufgenommen (Bilder von Maike, Nicole und mir):

Liam, Teil 6

Langsam wird es ernst. Nicht das es Liam bisher das nicht gewesen wäre, aber was weg ist, ist nun mal weg. Was ich sagen will: Er hat die erste Operation hinter sich gebracht. Die Erste von vielen weiteren. Wenn man die Wandlung von einer Frau zu einem Mann macht kann man, so komisch das auch klingt, nach jedem Schritt auch aufhören. Liam natürlich nicht. Er will den Weg bis zum Ende gehen. Also auch die männlichen Geschlechtsorgane nachbilden lassen.
Nachdem wir das schon mal geklärt hatten, hat Nicole dann munter weiter gemacht mit ihren indiskreten Fragen. Hier also ein paar Antworten auf Fragen die ich mich nicht zu fragen traute:
Wie fühlt es sich an, die Hormonwelt einer Frau (PMS, Stimmungsschwankungen, Zickenalarm, Tratsch) mit der eines Mannes (Wettkampf!) zu tauschen?
Er meinte, die richtigen „Mädchen“- Sachen wären noch nie seins gewesen, also kein PMS oder Stimmungsschwankungen. Die Hormone hätten ihn aber wohl, zumindest am Anfang, etwas aggressiver, was sich aber wieder etwas gelegt hätte. Obwohl, eine richtige Schlägerei fehle ihm schon noch irgendwie.Ein Unterschied zwischen den Damen und Herren der Schöpfung ist der Umgang miteinander, z.B. nach einem Date. Also (mädelslike) 100.000 WhatsApp/SMS oder (wie ein echter Mann) nicht mehr anrufen.
Da hat er nur gelacht. Aber Nicole hat das dann im Selbstversuch getestet. Nach dem Shooting kamen auf ihre Nachrichten ganz viele Antworten. 😉Nächste Frage: Wie sieht es mit Familie aus, willst Du Kinder?
Diese Frage überfordert viele so junge Männer. Aber nach etwas nachbohren: Ja, vermutlich schon. Vielleicht darf ich die Hochzeits- und Babyfotos machen? 🙂Operationen gehen an Körpern nicht ganz spurlos vorüber. Deshalb die Frage, inwieweit die Narben sichtbar bleiben und ob das ein Problem ist, z.B. im Freibad.
Das ist kein Problem. Er hat einen Schönheitschirurgen als Operateur, der kann sowas, ohne dass es unschön aussieht.

Soweit zu den neugierigen Fragen. Jetzt gibt es die Bilder von unserem Date. Wir waren wieder mal im Studio. Das Wetter war nicht besonders und die Sonne war auch schon untergegangen. Wir haben versucht ein paar Bilder aus dem ersten Shooting noch mal zu fotografieren. Unglaublich, wie er sich im Laufe des letzten Jahres verändert hat.

Es war wie immer ein lustiger, wunderbarer Nachmittag, wir haben viel gelacht und geblödelt. Außerdem finde ich es schön, jemand zu kennen, der so konsequent sein Ding macht. Eintritt für das, was er ist. Und damit auch anderen Mut macht, ihren Weg zu gehen.
 

Nicolai

Ach Texte. „100 gute Seiten hat jeder.“ hat er gesagt. Wenn er wüsste, wie schwer mir immer die paar Zeilen fallen, die ich zu meinen Bildern schreibe, würde er vielleicht noch mal über den Satz nachdenken. Er, das ist Nicolai. Seines Zeichens Schriftsteller, Musiker, Kolumnist. Seine Kreativität ist respekteinflößend. Wir haben ihn bei einem seiner Konzerte kennengelernt. Seine Musik: genau mein Geschmack. Ich steh ja auf so Liedermacherzeugs. Find ich total cool.

Diesmal also ein Mann vor meiner Kamera. Das kommt ja, außer bei Liam, eher selten vor. Nicolai ist ein sehr dankbares Model. Macht jeden Spaß mit. 🙂

Maike

Schon wieder lange her, dass wir uns mit Maike im Studio getroffen haben. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und ich bin komme so selten dazu mein Blog zu füttern. Aber die Bilder haben es nicht verdient auf der Festplatte zu vergammeln.

Maike ist eine tolle, starke Frau, ich denke das sieht man den Bildern an.

Wir haben viel ausprobiert, wieder digital und analog. Seht selbst.